NLA-Team: Saisonstart verpasst

Bereits zum dritten Mal diese Saison durften die Lions auf dem heimischen Baseballfeld antreten.
Leider sind die Spielberichte der ersten beiden Double-Header dem Reisswolf zum Opfer gefallen. Dies lag zum einen an der Schlechtigkeit der Heimmannschaft, die nur ganz schwer in Worte zu fassen war. Ein anderer Grund ist eine knallharte Zensur, die sicherstellt, dass nur positive Berichte über die Lions auf dieser Homepage landen.

Vergessen wir also die ersten 4 Saisonniederlagen und schauen uns an, wie es zur fünften kam:

Aufgrund kalten Morgenregens wurde entschieden, das erste Spiel in den Sommer zu verschieben und so mussten die Lions erst am Nachmittag gegen den Stadtrivalen – die Zürich Challengers – antreten. Die Gastgeber waren voller Zuversicht, denn zum einen war der Regen inzwischen etwas wärmer geworden, zum anderen gelang ja letzte Saison gegen die Challengers der erste Derby-Sieg nach 20 Jahren.
Motiviert startete man ins Spiel und liess im ersten Inning nur zwei Punkte zu – bei 0 Errors. Auch die Offensive begann engagiert und nach einem Hit, einem Out, einem Walk und einem Double-Steal waren Runner auf 2 und 3. Neuzugang Juan liess sich diese Chance nicht nehmen und holte Michi mit einem Sac-Fly nach Hause. Leider gelang es den Challengers, Hanel zwischen 2 und 3 einzukesseln und vorbei war die erste Angriffswelle der Lions. Wer jetzt an weiteren Offensivaktionen der Lions interessiert ist, wird ans Ende dieses Spielberichtes verwiesen.
Obwohl Lions-Starter Mario eine sehr gute Leistung zeigte und in den ersten 3 Innings nur jeweils 2 Punkte zuliess, kam sein Gegenüber Bregy mit der feigenblattgrossen Strike-Zone des Umpires noch besser zurecht. Dies lag zum grossen Teil an übermotivierten Schwüngen der Lions, die zu vielen Strike- und Fly-Outs führten. Ab und zu zeigte das Challengers-Infield auch, dass es wirklich gut Baseball spielen kann.
Kommen wir also zum letzten Offensiv-Feuerwerk der Lions:
Wir schreiben das 6. Inning. Der Gegner ist inzwischen mit 14:1 davon gezogen und den Lions gelingt es durch einen Hit, einen Walk und einen Hit-by-Pitch die Bases mit Läufern und das Dug-Out mit Hoffnung zu befüllen. Andy Inauen steht bei 0 Out am Schlag und will einen Punkt nach Hause hämmern. Leider schwingt Andy am 3. Strike vorbei. Doch damit nicht genug. Blitzschnell wirft Catcher Burger zur dritten Base, wo Hanel vom fiesen Challenger ausgemacht wird. Dann bekommt Raffi ein Base-on-Balls und Spielercoach Markus Streicher beendet die Offensivbemühungen seines Teams mit einem Pop-Up ins Infield.
Das nun folgende 7. Inning ist das einzige Inning, in dem der Gegner keinen Punkt macht. Für die Lions hingegen ist es eines von vielen punktlosen Innings und so endet das Spiel mit 1:14.

Zusammenfassend muss man sagen, dass das Spiel wohl in der Offensive verloren wurde:
Die Lions viel zu überhastet geschwungen. Wenn es regnet und die Strikezone so klein ist, darf man dem gegnerischen Pitcher keine Geschenke machen. Wurde der Ball getroffen, so flog er meist hoch in die Luft und konnte problemlos heruntergepflückt werden. Und wenn dann doch mal ein Löwe auf Base gekommen ist, so war es für die gegnerische Defensive leichter, herumirrende Baserunner auszumachen, als zu versuchen, die winzige Strike-Zone zu treffen.
Auch die Defensive war nicht über alle Zweifel erhaben, vor allem, wenn der Gegner den Ball mit Bunts einfach nur ins Spiel brachte. Doch insgesamt wurde nur ein Error gemacht und das ist für den leidgeprüften Lions-Fan eine wirklich gute Nachricht.