Summertime Blues …

Nachdem die Lions ihre ersten 4 Saisonspiele gewonnen hatten, stand nun mit dem Derby gegen die Barracudas die erste richtige  Standortbestimmung auf dem Plan.

Würde die Serie der Ungeschlagenheit und die famose Schlagleistung der Lions auch weiterhin Bestand haben?

An einem warmen “Sommer”-Donnerstagabend waren die Lions bei den Barracudas im Heerenschürli zu Gast. Das Spiel ist sicherlich eine gute Standortbestimmung, wo man eigentlich steht, nach dem der Saisonauftakt durchaus erfolgreich war.

Bereits im ersten Inning offenbarten sich leichte Vorteile für den Stadtrivalen in grün:

Während die Lions-Läufer nicht weiter als zur ersten Base kamen, konnten die Barracudas die Bases mit Läufern füllen. Und dann schafften sie zu allem Überfluss auch noch zwei davon nach Hause zu schlagen. Doch nun kam auch die Lions-Offensive ins Rollen. Ugo schaffte es auf die erste Base und stahl sogar die zweite. Dort gab es einen Pick-Off, bei dem es für den neutralen Beobachter nicht klar war, ob Out oder Save. Für den Umpire – nennen wir ihn die Out-Maschine – gab es an diesem Abend jedoch nur einen Call. Und so nützte es wenig, dass Sandro beim nächsten Pitch ein herrliches Single schlug. Immerhin wurde Sandro anschliessend von Spielertrainer Markus nach Hause bugsiert, so dass auch die Lions ihren ersten Punkt einfahren konnten.

Was folgte war ein defensives Halbinning wie wir es in der letzten Saison schon diverse Male gesehen haben. Zum schnellen Vergessen hier die Zusammenfassung:
2 Errors, 5 bescheidene Hits und 7 Punkte für die Bösen.

In der darauffolgenden Offensive drängten die Lions auf Wiedergutmachung, doch es kamen nur 3 schnelle Out.
Derart im moralischen Loch erstaunt es nicht, dass Mario einen Walk, ein Double und einen Hit-by-Pitch folgen liess, bevor Nelson ihn erlöste. Doch auch der erhielt keine Hilfe von seiner Verteidigung. Die Barracudas konnten in die Zone zwischen In- und Outfield der Lions schlagen, so dass sie auch im Inning 7 Punkte verbuchen konnten.

Wieder hofften die Lions-Fans auf einen offensiven Exploit. Sandro kam bei einem Aus auf die erste Base, wurde jedoch nach einem Pick-Off ein Opfer der Out-Maschine, bevor der Ball im Handschuh des First-Base-Mannes ankam. Völlig demotiviert vermochte auch der folgende Lions-Schlagmann nichts auszurichten. Die Motivation stieg durch die nun folgende Defensive: Ein Strike-Out und ein Double-Play durch den inzwischen fast im Infield angesiedelten Rightfielder Sandro.

Nun brachten die Barracudas ihren Hochgeschwindigkeitsmann Elliott ins Spiel, der machte drei schnelle Strike-Outs, und das Spiel endete nach 5 Innings mit 1:16 und Mercy-Rule.

Am Wochenende hatten die Lions viel Zeit, Spass und Erfolgserlebnisse beim Pfingstturnier in Steinheim. Dies war auch dringend nötig, denn am nächsten Samstag, dem 10. Juni müssen sie wieder gegen die Barracudas antreten. Es ist zu hoffen, dass sich die Lions in diesem Double-Header demütig auf ihre Hauptaufgaben konzentrieren:
In der Defensive müssen sie wissen, was zu tun ist, wenn der Ball kommt. Und in der Offensive sollten sie versuchen, den Ball ins Spiel zu bringen. Was zählt ist nicht die eigene Schlagstatistik, sondern der Sieg im Derby.

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