Gelungener NLB Start

Die Lions konnten letztes Jahr nach längerem Unterbruch wieder NLB Luft schnuppern und setzten den positiven Trend im 2015 gleich fort.

Nachdem die NLA Mannschaft aufgrund des Spielermangels nicht mehr an den Start gehen konnte, wird das NLB Team neu die erste Mannschaft des Vereins sein. Von den A Spielern des letzten Jahres stossen Mario, Markus, Michi und Rafa dazu und mit dem bestehenden Team, welches im 2014 schon gute Spiele zeigen konnte, formiert sich somit eine relativ erfahrene Mannschaft.

Nun wird endlich wieder Baseball gespielt.

Auch die Lions fieberten dem Saisonbeginn gegen die Hünenberg Unicorns entgegen – abgesehen von den zwei Dampfnasen, die sich pünktlich zu Saisonstart nach Amerika aufgemacht haben, um Englisch und Baseball in Reinkultur zu erlernen. Schönen Gruss nach Übersee an dieser Stelle

Was im ersten Inning geschah, kann man getrost noch als Winterpause bezeichnen – der Spielbericht beginnt drum erst im 2. Spielabschnitt. Und zwar mit einem Steal der Einhörner, der durch Catcher Andy II vereitelt wurde. Nach seinem Laser auf Zwei waren die Gäste eingeschüchtert und blieben von nun an brav auf ihreDSC_0334r Base. Im zweiten Inning kam dann auch die Lions-Offensive ins Rollen. Bei zwei Out startete Jimmy trotz eines jämmerlichen Schlags ins Infield durch und schaffte es, den Gegner zu einem schlechten Wurf zu zwingen, während Nils den ersten Punkt für die Lions nach Hause brachte. Den zweiten Punkt erlief Andy II nach einem von vielen Hünenberger Passed Balls. Auch in den folgenden zwei Innings fuhren die Lions jeweils zwei Punkte ein, während sich die Defensive schadlos hielt. Es hätten auch mehr Punkte herausspringen können, doch auf den Bases agierten die Lions teilweise schläfrig und teilweise naiv. Wir merken uns: Auch in der Nati B wird Dummheit beim Baserunning bestraft und motiviert meistens nur den Gegner.

Derart motiviert kamen im fünften Inning auch die Gäste durch 4 Hits und einen verworfenen Pick-Off auf Eins zu den ersten Punkten dieser Saison. Die Lions vermochten leider nicht zu punkten und so stand es nach 5 Innings 6:2.

Damit war das Spiel für Pitcher Raffi zu Ende und ein hochmotivierter Jimmy betrat den Mound. Doch es lief nicht für Jimmy. Diesen Eindruck zumindest hatten die Zuschauer nachdem die ersten zwei Schlagmänner einen Hit landen konnten. Doch all das gehörte zu Jimmys perfidem Plan, das Inning blitzartig zu beenden: Der dritte Schlagmann versuchte nun einen Bunt zu legen. Dieser Buntversuch landete jedoch nach kurzer Flugphase im Handschuh von Catcher Andy II. Der Ex-Jugendnationalspieler liess sich diese Chance nicht nehmen und verdoppelte die Outs durch einen präzisen Wurf auf die erste Base. Von der ersten Base wurde der Ball DSC_0338von Nils punktgenau auf die zweite Base befördert. Das Einhorn, das sich eigentlich auf dieser Base befinden sollte, hatte bereits die dritte Base erreicht und konnte von dort aus mit hängendem Kopf ins Dugout weitertrotten.Ausgelassen verliessen auch die Lions das Feld – schliesslich war es für viele das erste Triple-Play ihrer Karriere.

Nach diesem Motivationsschub schlugen die Lions schnell noch 6 Punkte nach Hause und gewannen das erste Spiel frühzeitig mit 12:2.

 

 

Das zweite Spiel begann nicht ganz nach dem Geschmack von Trainerduo Streicher-Köstinger – war da doch ein beleidigter Löwe, der wegen Nichtberücksichtigung im ersten Spiel von dannen zog, und ein verwirrter Löwe, der zu Spielbeginn nahezu unbekleidet herumstand und doch eigentlich im Outfield Flugbälle hätte fangen sollen. Als dann endlich wieder Ball gespielt wurde, besserte sich die Laune des Trainergespanns nur minimal, denn bereits nach einem Inning war der Tag für Starter Nelson beendet: Der rauhe Lederball war einfach zu hart für Nelsons Zeigefinger, der nach wenigen Pitches wund war. Es pitchte wieder Jimmy und Nelson kehrte ins Rightfield zurück. Dort hatte er bereits im ersten Spiel brilliert, wobei vor allem die gute Abdeckarbeit bei Pick-Offs auf Eins erwähnt werden muss.

Doch auch die Gäste mussten zu Beginn des zweiten Innings ihren Pitcher wechseln. Den neuen Pitcher der Gäste setzten die Löwen gleich gehörig unter Druck und so stand es nach zwei Spielabschnitten 4:0.

Wer nun mit einem Schaulaufen der Hausherren gerechnet hatte, wurde enttäuscht. Die Offensive erlahmte und in der Defensive durfte quasi jeder mal auf den Mound. Vor allem die total 14 Walks im Spiel und die paar dummen Errors machten den Löwen das Leben selber schwer, gegen offensiv harmlose Zuger. Als der Gegner im 6. Inning auf 3:4 verkürzt hatte und Pitcher Nummer 4 (Andy I) die Bases bei zwei Out gefüllt hatte, blieb Markus keine andere Wahl, als sich selbst auf den Hügel zu beordern. Doch anstatt das Inning schnell zu beenden, wurde noch etwas für die Spannung getan. Der Gegner durfte dank eines Errors und eines Walks erstmalig in Führung gehen. Um die Spannung nicht unnötig zu erhöhen, forderte Markus seine Truppe auf, den Rückstand gleich jetzt, im sechsten und vorletzten Inning, aufzuholen. Und dies gelang wiederum unter gütiger Mithilfe der Gäste:

Die ersten beiden Schlagmänner erfüllten die Vorgabe des Coaches und kamen auf Base – und durch einen Wild Pitch in Scoring Position. Bei einem Out am Schlag stand Markus und genoss den Momente, auf den man den ganzen Winter hingearbeitet hatte. Dies schien auch der Gegner zu wissen und so entschied man sich, Markus einen Intentional Walk zu gönnen. Doch der Plan misslang. Bereits der zweite Intentional Ball landete am Backstop und Michi konnte punkten. Zwei Würfe später erlaubte sich der Pitcher einen Balk und schon waren die Lions wieder in Führung, ohne dass „Big M“ seine furchterregende Keule hätte schwingen müssen. Obwohl Markus noch zu einem (unbeabsichtigten) Walk kam, vermochten die Lions in diesem Inning nicht mehr zu punkten. Das war auch nicht nötig, denn der Lions Closer machte den Sack zu und so gewannen die Zürcher auch das zweite Saisonspiel mit 6:5.

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Wie geht es weiter? Können wir schon von der perfekten Saison träumen?

Natürlich nicht! Macht euch locker!

Wir haben gesehen, dass die wenigsten Lions den ganzen Winter genügend gearbeitet haben. Vor allem beim Baserunning gibt es noch viel zu tun und auch die sogenannten Easy-Outs könnten einfacher aussehen.

Was nach diesem Spieltag bleibt, ist die Gewissheit, dass man in der Nati B am richtigen Ort ist und das herrliche Gefühl, endlich wieder zu den Gewinnern dieser Welt zu gehören.

 

Boxscore Game 1
Boxscore Game 2