Doppelniederlage gegen den Tabellenführer

Am Sonntag standen die Lions zum ersten Mal in dieser Saison dem Stadtrivalen, den Zürich Barracudas, gegenüber. Aus Lions-Sicht konnte man das Derby durchaus als Kampf gegen Goliath bezeichnen:

Auf der einen Seite die Lions: 0 Siege bei 10 Niederlagen. Dazu kommt ein akuter Spielermangel der leider nicht mal auf Verletzungspech zurückgeführt werden kann.

 Und auf der anderen Seite stehen die Barracudas: 8 Siege bei einer Niederlage. Eine 30-köpfige Truppe topmotivierter Raubfische in Grün.

Und dann war da noch das wunderbare Wetter, bei dem man einen Sonntag einfach nur geniessen kann.

Die ersten beiden Defensiv-Innings verbrachten die Lions dann auch nicht mit lästiger Defensivarbeit, sondern liessen sich von der Sonne den Pelz bescheinen. Auch offensiv begann man träge und schwupp-di-wupp war der Gegner mit 9:0 davon gezogen.

Als die Lions im 6. Inning anfingen, Angriffsarbeit zu leisten, war der Rückstand schon auf 0:12 angeschwollen. Aber an einem so herrlichen Tag stand ja auch nicht der Sieg im Vordergrund – vielmehr wollte man Barracudas-Pitcher und Ex-Mustang Roger „Gummiarm“ Salvodelli nicht ganz so einfach zu seinem ersten Sieg kommen lassen. Als dann die Lions im 6. Inning die Bases bei 0 Out geladen haben und Juan einen potenziellen Double-Play-Ball ins Infield schlug, zeigte auch die Barracudas-Defensive Nerven und vergeigte das Spiel auf Zwei. 3 Runs für die Lions waren die Folge. Im weiteren Verlauf des Innings kamen noch 2 Punkte nach Hause und auch im nächsten Inning konnten 2 Lions punkten, so dass es Mitte des 7. Spielabschnitts nur noch 7:12 stand.

Dann geschah leider das, was meistens passiert, wenn Lions am Sieg schnuppern: Sie verkrampften, machten Fehler und liessen den Gegner gewinnen. Endstand: 7:16.

Auch im zweiten Spiel liessen die Lions den Gegner erstmal davon ziehen. Im Gegensatz zu Spiel 1 war es diesmal übermotivierter Aktionismus seitens der Lions, d.h. viel zu späte und zu kraftvolle Würfe, die die Raubfische schnell mit 3:0 in Führung gehen liessen. In den nächsten Spielabschnitten agierte die Lions-Verteidigung konzentrierter und im 4. Inning erwachte gar die Offensive. Angelo gelang es durch den ersten und einzigen Hit des Spiels Hanel nach Hause zu bringen.

Und so war dann auch niemand richtig traurig, als Centerfielder Michi im 7. Inning unter einem Line-Drive hindurchtauchte, der den Barracudas 3 weitere Punkte und eine 13:1-Führung bescherte, denn ein Halbinning später war das Spiel frühzeitig durch Mercy-Rule zu Ende.

 

Nach 12 verlorenen Pflichtspielen kommt jetzt die Kür:

Wie immer reisen die Lions über Pfingsten nach Deutschland, um am Pfingstturnier in Memmingen teilzunehmen. Hoffentlich gibt dieser Ausflug den Lions ein paar Erfolgserlebnisse, denn eine Woche später steht ein schweres Auswärtsspiel in Luzern auf dem Spielplan.

 

Boxscore

Boxscore