Die Mustangs rennen den Lions davon

Am Sonntag, den 18.6. fanden sich die Lions zu morgendlicher Stunde ein, um den Gegnern aus dem schönen Vorort Embrach zu zeigen, wer aus der grossen Stadt kommt.

Das Wetter war ein Traum, und man wusste, dass es heiss werden soll. Trotzdem hatten die Lions nicht vor, in der Hitze zu brüten, sondern wollten gemütlich im schattigen Dug-Out ihre Runs zelebrieren.

Feiern durfte jedoch erst einmal der Vorstadtclub und so sammelten die Mustangs bis zum dritten Inning 8 Hits und 4 Punkte. Es hätte auch schlimmer kommen können, dachten sich die Lions und holten ihrerseits im dritten Inning 2 Punkte. Was folgte war ein Katastrophen-Inning, wie es ein jeder Lions-Fan schon kennt. Gut war nur, dass für die Mustangs nicht mehr als 3 Punkte heraussprangen. 
Inzwischen hatten die Lions den gegnerischen Pitcher müde gemacht und bestaunten anschliessend Speedmaschine Bollhalder auf dem Mound. Bollhalder zeigte bei James Probleme, die Strikezone zu finden und sein erster Pitch für Markus prüfte erst einmal dessen Helm-Festigkeit. Die Lions konnten zwar einen Punkt einfahren, doch dann erschlaffte die Offensive. Zwei Errors des neu eingewechselten und unausgeschlafenen Shortstops Andy machten den Gegner stark und liessen Benji (Ja, er war wieder da!) auf dem Mound brutzeln. Das Inning endete spektakulär mit einem donnernden Zusammenstoss von Shortstop Andy, der den Ball fing, und dem heranbrausenden Center-Fielder Michi. Offensiv machten die Lions schwach weiter und gingen nun reihenweise Strike-Out. Benji zeigte im 6 Inning bei 2 Aus zwar noch einmal seine Clutch-Qualitäten und brachte die Lions auf 5:10 heran, doch im 7. Inning gelang niemandem mehr etwas und so endete das Spiel genau so.

Wer an einen Exploit im zweiten Spiel gegen die Mustangs glaubte, sah sich in den ersten beiden Innings mit einem souveränen Nelson auf dem Mound und furiosen Lions auf den Bases bestätigt. Im dritten Inning jedoch packten die Embracher die grosse Keule aus und schlugen den Lions 7 Hits um die Ohren. Futsch war die Führung. Man lag 2:6 zurück. In der Folge stemmten sich die Lions gegen die drohende Niederlage, die Mustangs hatten jedoch immer die passende Antwort parat und bauten ihre Führung ständig aus.
Richtig traurig wurde es dann nochmal in den letzten beiden Innings: Gegen Isabell Hublers Slow-Speed-Pitches fand nur Spielertrainer Markus ein Rezept und verzeichnete einen Hit. Der Rest der Lions sagte „Ladies first“ und so endete auch das zweite Spiel mit einer Schlappe (5:15).

Auch wenn die Lions ihre Error-Quote reduziert haben, bietet man den Fans wenig Verzückendes. Das fängt bei Pop-Ups, die „zu lange in der Luft sind“ an (O-Ton Jimmy), geht über Errors bei Routine-Plays, inexistente Cut-Off-Männer, ein herumstreunendes Outfield und eine zahnlose Offensive. Es endet bei Mario, der zu Hause sitzt und büffelt. Auf Wunder brauchen die Lions so in den kommenden schweren Spielen nicht zu hoffen. Nun heisst es arbeiten, trainieren und konzentrieren.  Dann wird die nächste Aufgabe auf dem Baseball-Feld eine Freude sein.

 

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